Swakopmund
Nach einem leckeren Mittagessen bei den Dünen, ging es für uns weiter mit einer 7 stündigen Fahrt nach Swakopmund, wo wir uns vorab ein Zimmer in einem Backpacker Hostel reserviert hatten. Die Landschaften die man auf dieser Strecke bewundern kann, rauben einem buchstäblich den Atem. Etwa alle 20-30 Minuten ändert sich die gesamte Szenerie schlagartig. Man hat teilweise das Gefühl als wäre man gar nicht auf dem Planeten Erde, sondern auf diversen anderen Himmelskörpern wie dem Mars oder Mond. Ein anderes Fahrzeug, bekommt man dabei etwa ein Mal pro Stunde zu Gesicht, außerdem muss man aufpassen, dass der Tank immer ausreichend gefüllt ist, da es nur sehr wenige Tankstellen gibt.
In Swakopmund konnten wir uns wieder eine richtige Dusche sowie richtige Betten gönnen.
Wir haben die Gelegenheit genutzt und unsere Wäsche samt dem ganzen Sand aus Sossusvlei der netten Hostel-Dame Liliana übergeben.
Am nächsten Morgen haben wir es dann auch erst mal ruhig angehen lassen, indem wir nach dem Frühstück etwas am Strand, sowie durch die Stadt geschlendert sind. Am Nachmittag hatten wir dann richtig viel Spaß bei einem Ausflug bestehend aus Quadfahren und Sandboarding in der Wüste. Unser Guide Otto hat uns dabei sicher durch die Sanddünen navigiert. Beim Sandboarden musste man schon etwas Mut mitbringen.
Am Abend waren die Mädels Einkaufen und wir haben daraufhin alle gemeinsam Pasta und Salat gemacht. Eigentlich heißt es ja, dass mehrere Köche den Brei verderben, in unserem Fall war es jedoch das Gegenteil. Die verschiedenen Vorlieben und Geschmacksnoten haben am Ende eine leckere Mischung ergeben.
Beim Essen hat sich noch ein Paar aus Belgien zu uns gesellt und ein paar Gläser Weißwein mit uns geteilt. Die Beiden machen eine 6-7 monatige Westküsten-Tour mit Ihrem Motorrad. Den schwierigsten Teil haben sie dabei noch vor sich, da sie u.a. vorhaben durch den Kongo, Nigeria und Togo zu fahren. Das Motorrad haben sie von Belgien aus mit einer gewissen Firma namens Kühne + Nagel nach Cape Town verschiffen lassen, um von dort aus ihre Tour zu starten.
Es war ein sehr unterhaltsamer Abend, bei dem wir uns über unsere Beweggründe für eine solche Reise und den dabei gemachten Erfahrungen ausgetauscht haben.
Vor dem Schlafengehen haben wir uns noch mal zusammengesetzt, um den weiteren Plan zu besprechen. Dabei haben wir festgestellt, dass wir aufgrund der langen Fahrzeiten evtl. nicht genügend Tage zur Verfügung haben, damit John und Liliana im Anschluss ihren Flug am 29.06. von Windhuk nach Johannesburg erwischen können und uns deshalb überlegt getrennt weiterzufahren.
Nachdem wir eine Nacht darüber geschlafen haben, wurde uns jedoch allen klar, dass wir uns noch nicht trennen wollten und beschlossen daher den Plan etwas anzupassen.
Statt bis ganz in den Norden nach Opuwo zu fahren, um das Volk der Himba zu sehen, haben wir einen Tipp erhalten, dass man diese auch etwas weiter südlich in Sesfontein besuchen kann (ca. 150 km/ 2,5 Stunden Fahrt, spart man damit ein).
Nach dem Frühstück haben wir uns also auf die Fahrt zu unserer nächsten Etappe nach Sesfontein begeben.
















