Bitterfontein
Wie schon bei unserer ersten Tour im Norden Namibias, hatten wir auch bei der Fahrt in den Süden bzw. nach Südafrika wieder viel Spaß während der Fahrt. Es werden Geschichten und Erfahrungen ausgetauscht, laut Musik gehört und dabei teilweise noch lauter mitgesungen. Es wird also auch nach gut 4000 km im Auto nicht langweilig :)
Nach dem Überqueren der Grenze und etwa 4 Stunden Fahrt, suchten wir uns zunächst eine Übernachtungsmöglichkeit in einer kleinen Stadt namens Garies. Da wir dort aber nichts passendes fanden, fuhren wir 60 km weiter und fanden ein Guesthouse in einer noch kleineren Stadt namens Bitterfontein. Nina hatte die Unterkunft irgendwie gegooglet (auf den üblichen Seiten war sie nicht zu finden) und von Garies aus angerufen, um uns anzumelden.
Als wir dort ankamen wurden wir von den beiden Gastgebern John und Dawn herzlichst empfangen. Da gerade Nebensaison ist, waren wir auch die einzigen Gäste. Das Haus, in dem die beiden seit 12 Jahren leben, ist kein typisches Guesthouse, hat jedoch umso mehr zu bieten. Die Zimmer sind sehr sauber und alle mit Klimaanlagen/Heizungen, warmen Duschen (hat man auch nicht immer..), super Wlan und DVD-Playern unausgestattet.
Es ist sehr gemütlich und familiär. Die Beiden haben sogar ein Abendessen für uns vorbereitet, als hätten sie gewusst, dass unser Hauptnahrungsmittel in letzter Zeit Toast und Kekse waren. Wir trauten unseren Augen nicht als sie uns gleich nach unserer Ankunft zum eigens für uns vegetarischen Abendessen baten.
Serviert wurde gekochter Kürbis, Kartoffeln und verschiedenste Salate, alles liebevoll zubereitet. Als Desert gab es Früchte und warme Schoko-Muffins.
Am nächsten Morgen wurden wir vom Duft frischer Pancakes und anderer Leckereien in die Küche gelockt.
Wir haben uns teilweise gefragt wo der Haken ist, da man eine derartige Gastfreundschaft heut zu Tage selten antrifft und die Unterkunft auch sehr günstig war. Doch es gibt keinen Haken, John und Dawn sind einfach sehr nette und liebenswerte Menschen, denen es viel bedeutet sich um Andere zu kümmern.
Wir wären gerne länger geblieben, hätten wir in Kapstadt nicht schon alles gebucht.
So verabschiedeten wir uns schweren Herzens von dem besten Guesthouse ever.
Für die Weiterfahrt haben die Beiden uns noch ein paar Snacks auf unser Auto gelegt, damit wir die übrigen 300 km bis Kapstadt auch sicher schaffen.










