Fish River Canyon



Nach unserem zweiten Aufenthalt in Windhuk, haben wir es nicht ganz in einem Tag bis zum Fisher River Canyon geschafft (da es ja auch 650 km sind) und deshalb eine Nacht in einem Hostel in Keetmannshoop geschlafen. Wie es der Zufall wollte, waren dort auch ein paar Jungs aus UK abgestiegen, die Nina bereits bei Ihrem Besuch in Swakopmund kennengelernt hatte. Passend dazu konnten wir uns zusammen das EM-Viertelfinale zwischen Wales und Belgien ansehen. 
Wir hatten in dem Hostel außerdem die Gelegenheit uns mit Einheimischen über ihre Situation in Namibia zu unterhalten. Dabei erfuhren wir, dass es noch immer viel Korruption gibt und in der Gesellschaft noch immer ein tiefer Graben zwischen Weißen und Schwarzen besteht.  
Außer dem nahegelegenen Köcherbaumwald, den wir natürlich mitgenommen haben, gibt es in Keetmannshoop nicht viel zu sehen. Zum Canyon hatten wir dann noch 2,5 Stunden Fahrt. 
Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon der Erde und versetzt einen entsprechend in Staunen. Im Sommer können es tagsüber hier schon mal über 50° werden (na wie gut, dass wir Namibia mitten im Winter besuchen). Es hat sich wirklich gelohnt zumindest diese Sehenswürdigkeit im Süden Namibias mitzunehmen. Am Abend haben wir im Ai-Ais Camp, welches sich im inneren des Canyons befindet, gezeltet. Da das Innere des Canyons vom Wind geschützt ist, sind die Nächte hier weniger kalt. Am Ausgang des Canyons in Ai-Ais befinden sich heiße Wasserquellen (60° heiß), welche u.a. bei Rheuma helfen sollen. 
Wir waren sehr aufgeregt an diesem Abend, da Deutschland im Viertelfinale auf Italien treffen sollte und wir das wichtige Spiel natürlich nicht verpassen wollten. Das Campingresort war ziemlich groß und hatte viel zu bieten, sogar einen TV inkl. Bar auf der Veranda. Nina kramte alle Ihre Schlaaand-Accessories aus und wir suchten uns einen perfekten Platz, um THE MANNSCHAFT anzufeuern.
Nach einem nervenzerreißenden Abend, konnten wir dann aber mit einem Siegerlächeln zu Bett bzw. ins Zelt gehen. Endlich endlich ein Sieg gegen Italien, Ole! 

Vor unserer Abreise nahmen wir dann noch ein gesundheitsförderndes Bad im warmen Quellwasser.