Murchison Falls National Park


Gleich nachdem wir das Tor zum Park passiert hatten, öffnete uns Afrika das nächste Fenster zu einem seiner Naturwunder. Im Gegensatz zum trockenen Etosha Park in Namibia, erstrahlt Murchison typisch ost-afrikanisch in Grün. Das Gebiet unter der Bezeichnung Murchison Falls Conservation Area bedeckt eine Fläche von 5.025 km²Der Namensgeber des Parks, ist der Muchison Wasserfall, wo der Viktoria-Nil, der zum Weißen Nil gehört, bis in den Albertsee stürzt.




Nach der Ankunft haben wir erst mal die Zelte aufgebaut und sind früh Schlafen gegangen. Um in den eigentlichen Park zu gelangen, haben wir um 5 Uhr Morgens die erste Fähre genommen, denn die Unterkünfte liegen alle auf der anderen Seite des Flusses. Von der Fähre aus, kann man bereits viele Flusspferde sehen. 
Die wirklich beste Art den Park bei einer Safari hautnah zu erleben, ist auf dem Dach eines Jeeps. Man legt einfach eine Matratze auf den Dachgepäckträger und los gehts. Der Rundumblick von dort oben und die scheinbar unendliche Weite des Parks, vermitteln einem ein Gefühl der Freiheit. Wir sollten an diesem Tag so manches Raubtier hautnah erleben. Gleich nach den ersten Kilometern tummelte sich eine ganze Hyänen Familie unmittelbar neben unserem Auto. Es folgten Löwen und beeindruckend große Elefanten ebenfalls unweit von unserem Wagen. Ein unglaublicher Anblick bot sich uns, als unzählige Giraffen, Büffel und Antilopen die ohnehin schon atemberaubende Landschaft schmückten.         
Zum Abschluss gönnten wir uns am Abend noch eine Bootsfahrt. Aufgrund der sich überall im Fluss befindlichen Nilpferde, hatten wir eigentlich ein solides Boot erwartet, doch es kam anders. Wir fanden uns in winzigen Aluminium-Booten wieder, in denen wir seelenruhig die zahlreichen Nilpferde umkurvten. Unser Bootsführer meinte, dass alles unter Kontrolle ist, obwohl die Flusspferde immer wieder in der nähe unserer Boote aus dem Wasser schossen und wir uns manchmal auch in ziemlich seichtem Wasser befanden, in dem auch Krokodile lauerten. Ganz wohl war uns dabei jedenfalls nicht. Für diejenigen jedoch, die den Nervenkitzel suchen, sei diese Fahrt wärmstens zu empfehlen :)   
Auf dem Weg zurück zu unseren Zelten, beobachteten wir wie eines der riesigen Nilpferde die Straße überquerte, es kam von unserem Campingplatz. Es war uns von vornherein bewusst, dass man in einem solchen Park den Tieren auch außerhalb einer Safari begegnen kann, daher haben wir uns nicht weiter Gedanken gemacht, auch wenn Nilpferde sehr gefährlich sind. Wir haben die Nacht jedenfalls überlebt und sind nach einer weiteren Morgen-Safari wieder zurück nach Kampala gefahren.



   

      

   

      

   

      

Das Land auf der gegenüberliegenden Seite, ist übrigens der Kongo
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