Halong Bay - Vietnam



Bereits in Hanoi haben wir uns bei einigen Agenturen über Ausflüge zur Halong Bucht informiert. Es werden meistens 3-4 Tage Bootstouren mit Verpflegung direkt von Hanoi aus angeboten, die wir aber relativ teuer fanden. Da wir auch flexibel bleiben wollten, sind wir erst mal nach Cat Ba gefahren, der größten Insel in der Halong Bucht, von wo aus man auch sehr gut Tagestouren unternehmen kann. Vor Ort in Cat Ba hatten wir das Glück ein schönes Zimmer mit Blick auf den Hafen zu finden und buchten über das Hotel auch gleich eine günstige Tagestour zur Bucht. Wir haben mit solchen Bootstouren andererorts nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Die Orte sind zwar schon immer sehenswert, jedoch geht es oft hektisch und unorganisiert zu. In Vietnam scheint dies anders zu sein. Unsere Tagestour war sehr entspannt, abwechslungsreich und das Boot war nicht überfüllt. Die vielen aus dem Wasser rausragenden Kalksteinfelsen prägen das Bild und erinnerten uns etwas an Thailand. Beim ersten Stopp durften wir uns etwas im Kayak austoben und sind durch Höhlen und in Lagunen umhergefahren. Danach wurde eine Pause eingelegt und es gab ein sehr leckeres Mittagessen auf dem Boot. Der nächste Anlaufpunkt war eine kleine einsame Insel, wo man auch gut Schnorcheln konnte. Das Boot fuhr nur auf etwa 300 Meter an die Insel heran. Um die Insel zu betreten, mussten wir also schwimmen. 
Der letzte Halt hieß Monkey Island, wo wir zunächst ein Stück gewandert sind und dann Klettern angesagt war. Bei der durchaus gefährlichen Erklimmung eines Felsens werden die Touristen sich selbst überlassen. Von Oben wurden wir dann aber mit einer herrlichen Aussicht auf die Halong Bucht belohnt. 

Nach dem Bootstrip wollten wir auch Cat Ba etwas erkunden und liehen uns einen Roller aus. Die Insel ist vom Massentourismus noch weitesgehend verschont geblieben und wirkt sehr einheimisch. Sie ist auch relativ klein, man kann sie entspannt in einem halben Tag komplett erkunden. Wir besuchten einige schöne Strände und einen ehemaligen Bunker, der in einer Höhle versteckt lag. 

Zurück im Hotel buchten wir unseren Weitertransport nach Ninh Binh in der trockenen Halong Bucht, wo wir hoffentlich unsere Pässe mit dem verlängerten Visum bekommen. 

       
  
   
   
  
   
   




Tam Coc - Die trockene Halong Bay

Tam Coc, oder das nahegelegene Ninh Binh, wo wir untergekommen sind, hat außer ein paar Restaurants, Shops und Hotels nicht viel zu bieten. Die Attraktion ist die Umgebung, denn Tam Coc liegt inmitten der trockenen Halong Bucht. Die trockene Bucht ist im Grunde nichts anderes als die bekannte Halong Bucht, nur eben ohne Wasser, aber dafür mit Reisfeldern. Im Zentrum von Tam Coc befindet sich dar Anlegesteg für Ruderboote, von wo aus wir eine 1,5 stündige Fahrt auf dem Fluss machten. Die Boote werden ausschließlich von Frauen gesteuert, die einem gerne eines der Ruder in die Hand drücken, um ihnen etwas von der schweißtreibenden Arbeit abzunehmen. Die Fahrt führt an grünen Reisfeldern, den schroffen Kalkformationen und durch flache Höhlen. Auf dem Boot lernten wir ein nettes Paar aus Israel kennen, mit dem wir ins Gespräch gekommen sind. Wir waren außerdem nicht das einzige Boot auf dem Fluss, denn die Bootsfahrt ist auch bei den Vietnamesen beliebt. An den Haltestellen wurden wir endlich mal wieder um Selfies gebeten, was wir seit Indien schon fast vermisst hatten. Die meist jungen Vietnamesen ließen ihrer Kreativität beim Posen freien Lauf und so scheint es auf den Fotos manchmal so als wären wir schon unser ganzes Leben lang befreundet. Liebe und Freundschaft wirkt eben über die Zeitdimension hinaus :)

Wir folgten unserem Muster aus der Halong Bucht und mieteten in der trockenen Bucht wieder einen Roller, um damit durch die Reisfeldern zu fahren. Auch hier boten sich uns einige schöne Aussichtspunkte. Wir hatten allerdings ziemlich trübes Wetter und die Reisfelder waren zu der Zeit leider nicht so schön grün, wie wir sie aus Fotos kannten. 

Schon in Hanoi, haben wir uns gegen einen Trip zu den Reisfeldern von Sapa entschieden, aufgrund der schlechten Wetteraussichten im Norden. Im Gegenzug hatten wir eben tolles Wetter bei dem Bootsausflug in der Halong Bay. 

Wir hofften, dass unsere Pässe in der Zwischenzeit schon bei dem vereinbarten Hotel in Tam Coc liegen würden. Und tatsächlich, die Pässe mit der Visaverlängerung um weitere zwei Wochen, waren wohlbehalten angekommen. Auch hier konnten wir also wieder auf die gut organisierten Vietnamesen zählen. 

Ein Nachtbus wird uns nun nach Phong Nha bringen, wo es gleich mehrere weltbekannte Höhlensysteme gibt.